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Norbert wurde 1949 in Wels, O.Ö, geboren. Mit 18 Jahren kam er nach Wien um die, an der HTL Steyr begonnene, Ausbildung als Nachrichtentechniker am TGM abzuschließen. Der Einstieg in das Berufsleben erfolgte als Software-Entwickler im Großrechner-Bereich und diese Tätigkeit übt er bis heute aus.
Als im Jahre 1985 sein Sohn Philipp zur Welt kam, konnte Norbert nicht ahnen, daß er genau zehn Jahre später Woche für Woche auf die Schmelz pilgern würde, um seinen Sohn zum Football-Training zu bringen. Er kannte zu diesem Zeitpunkt Football nur vom Begriff her und wußte nicht, daß es überhaupt die Möglichkeit bei uns gab, diesen Sport bereits im Kindesalter auszuüben. Er kann sich noch gut an sein erstes Football-Game als Zuseher erinnern (Anm: Vienna Vikings vs. Düsseldorf Panther, Mai 1995, Sportklub Stadion): " Es war einfach schrecklich. Ich hatte null Ahnung worum es ging. Ich wollte eigentlich nach zehn Minuten gehen, aber Philipp wollte unbedingt bleiben. Um dem Kind eine Freude zu machen, ließ ich mich überreden und harrte drei Stunden auf einer unbequemen Holzbank aus." Philipp war Feuer und Flame. Am nächsten Tag erfolgte bereits das Telefongespräch mit dem Verband, der den Hinweis gab, daß die Vienna Vikings eine Nachwuchs-Sektion haben.
Durch Gespräche mit Eltern und Trainern lernte Norbert, unter anderem, Andy Ubell kennen. Dieser führte damals den administrativen Bereich des Nachwuchses und suchte dabei Unterstützung. Da Andy mehr und mehr, berufsbedingt, kaum Zeit hatte, übernahm Norbert komplett seine Agenden. "Damals bestand das Schüler-Team (Anm: Minis gab es noch nicht) aus ca. 12 Spielern und die Jugend und Junioren waren zusammen ein Team aus ca. 20 bis 25 Spielern" errinnert er sich. "Heute habe ich vier Teams mit über 200 Spielern zu verwalten und brauche selbst bald Unterstützung. Dadurch, daß seit einigen Jahren der Nachwuchs bereits im Frühjahr Freundschaftsspiele bestreitet und nicht nur die Meisterschaft im Herbst spielt, ist es ein Ganz-Jahres Job geworden."
Auf die Frage, warum er das eigentlich macht, denkt er kurz nach: "Das werde ich immer wieder gefragt. Ich habe Football als Sport kennengelernt, der höchste Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Disziplin, Härte gegenüber sich selbst und noch viele andere Tugenden erfordert. Die Kinder und Jugendlichen lernen bei diesem Sport, und besonders hier in unserem Verrein, soviel für ihre weitere Entwicklung. Ich war immer froh und bin dankbar, daß mein Sohn Philipp einen großen Teil seiner Freizeit am Footballfeld verbrachte und noch immer verbringt, hier viele Freunde fand, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen und vor allem in den schwierigen Zeiten des Heranwachsens nicht ständig in irgendwelchen Lokalen herumschwirrte, oder vielleicht durch falsche Freunde in Kreise gekommen wäre, die nicht unbedingt gut sind. Das kann jedem Jugendlichen passieren, unabhängig von seiner sozialen Herkunft. Ich glaube, daß er vieles in seiner Persönlichkeitsentwicklung dem Footballsport, den Vikings (und hier vor allem den handelnden Personen) zu verdanken hat. Und da möchte ich ein wenig zurückgeben."
Sprach's und machte sich auf den Weg, um seine Runden um den Trainingsplatz zu joggen.





