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Durchwachsene zwei Wochen

Pic by nutville.at

Als Österreichs Junioren vor 14 Tagen in Wien-Schwechat Richtung USA abhoben, hatten die Fans jede Menge Erwartungen an den rot-weiß-roten Nachwuchs. Teilweise wurden sie erfüllt, teilweise blieben die Leistungen etwas hinter den Voraussagen zurück. Am Ende konnte man sich immerhin als Vierter und somit bester eruopäischer Vertreter feiern lassen. Trotzdem war nicht alles Gold, was glänzte. Ein erstes Fazit zur Junioren-WM 2012 in Austin/Texas.

Losglück für Österreich

Zum Start des Turniers bekam es Österreich mit einer völlig unbekannten Mannschaft zu tun. Panama hieß der erste Gegner am Spielfeld, doch zuvor galt es noch mit einigen anderen Herausforderungen zurechtzukommen. Anreise, extreme Temperaturen, dichtes Programm - die Belastung stieg von Tag zu Tag. Panama stellte sich im Nachhinein als wahres Traumlos heraus. Relativ problemlos fuhr Team Austria den ersten Sieg im ersten Spiel ein. Wichtig, denn ein guter Start in ein großes Turnier ist viel wert. Vergleichsweise früh schickten die österreichischen Coaches die Back-Ups aufs Feld, um allen Spielern Spielzeit zu geben und die Karten für den nächsten Gegner noch nicht ganz aufzudecken.

Ein Schuss vor den Bug

Durch das klare 40:0 über Panama gestärkt, ging Österreichs Nachwuchsauswahl optmistisch und hochmotiviert in das Zwischenrundenspiel gegen die USA. Die rot-weiß-roten Coaches sahen ihre Außenseiterrolle als Chance, die sie auch nützen wollten. Nach dem Motto "Alles oder nichts" riskierte Österreich von der ersten Sekunde an und startete das Spiel mit einem Onside Kick. Das Risiko wurde nicht belohnt, die Amerikaner schnappten sich das Ei und erzielten kurz darauf ihren ersten Touchdown. Doch als Felix Stadler den Ball in die gegnerische Endzone brachte, keimte wieder Hoffnung bei den Österreichern auf. Nach Ende des ersten Viertels stand ein respektabler Zwischenstand von 7:7 auf dem Scoreboard. Über das, was danach im Burger Stadium zu Austin geschah, sollte man gar nicht mehr allzu viele Worte verlieren. Die rot-weiß-rote Offense brachte kaum noch entscheidende Raumgewinne zustande, die Verschnaufpausen für die Defense der Österreicher wurden immer kürzer. Das 7:70 gegen das Mutterland des Footballs holte die von einer Sensation träumenden Österreicher wieder auf den harten Boden der Realität.

Eine vermeidbare Niederlage und ein All Star

Man kann gegen die USA verlieren - keine Frage. Die Art und Weise der Niederlage schmerzte Spieler und Coaches aber ein wenig. Umso mehr wollten die jungen Wilden die Scharte im Spiel um Platz 3 gegen Japan wieder auswetzen. Das gelang leider nur teilweise. In einem von den Defensiv-Reihen dominierten low scoring game stand es zu Beginn des vierten Viertels immer noch 0:0. Im letzten Spielabschnitt durchbrachen die Japaner doch noch die Defense der Österreicher und holten sich somit den knappen 7:0-Sieg. Am Ende steht zwar ein respektabler vierter Platz, aber auch die Gewissheit, nur gegen den Letzten des Turniers gewonnen zu haben. Freude kam im rot-weiß-roten Lager nochmals auf, als das All-Star-Team des Turniers bekannt gegeben wurde. Offensive Lineman Daniel Feichter schaffte als einziger heimischer Spieler den Sprung in das Team des Turniers. Trotz den beiden Niederlagen stehen am Ende zweier durchwachsener Wochen jede Menge neuer Erfahrungen für die Spieler und nach dem EM-Titel 2011 in Sevilla das zweite Top-Ergebnis in Folge zu Buche.

Wir sind stolz auf unsere Junioren und den 4. Platz!








Von: Johannes Dosek




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