Vikings vs. Swarco Raiders Tirol
Datum: 29.05.2004
Kickoff: 15:00h
Einlass:
Location: Wien, Hohe Warte
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kehren die Wikinger von ihrem Raubzug aus Dänemark zurück. Mit einem 34:7 Sieg über die Monarchs aus Kopenhagen sind die Vikings zum 4.Mal in Folge in das Eurobowl Semifinale aufgestiegen und treffen dort auf die Moscow Patriots. Der Sieg wurde aber mit einem hohen Preis "erkauft", kehrte ihr Spielmacher, QB Shawn Olson mit einem Armbruch nach Wien zurück und fällt möglicherweise mehrere Wochen aus. Dass mit Luke Atwood den Vikings ein mehr als adäquater Ersatzmann zur Verfügung steht, zeigte "The Duke" bereits im Spiel gegen die Monarchs, in dem er mit 181 rushing yards (in einer Halbzeit!) und zwei rushing TDs eine absolute Topleistung als QB ablieferte. Mit Atwood können die Vikings zwar die Position des QB abdecken, verlieren aber dadurch ihren momentan besten Receiver. So kann man/frau nur von Glück reden, dass, "rechtzeitig" zur Verletzung von S.Olson, REC J.Widner seine Form gefunden und REC C.Enos sein Verletzungspech verloren haben dürfte. Eine weitere Konsequenz aus Olsons Verletzung wird die "Wiederentdeckung" des Laufspiels auf Seiten der Vikings sein, um über den Lauf (und dem einen oder anderen Pass) zum Erfolg zu kommen.
Der Gegner
Das Spiel gegen die Raiders ist das Top-Spiel der heurigen Meisterschaft denn mit den Raiders kommt das, neben den Vikings, einzige in der AFL noch ungeschlagene Team nach Wien. Dabei began die Saison für die Innsbrucker als andere als ideal, zog sich sich ihr amerikanische RB bereits im ersten Vorbereitungsspiel eine Season-ending injury zu. Als Draufgabe wurde ihr QB vorzeitig nach Hause geschickt und der als HC engagierte G.Buffum musste zusätzlich zu seinem Coaching Aufgaben auch die Position des QB übernehmen. Der Turning Point dürfte für die Raiders der eindrucksvolle 45:22 Heimsieg über die als Titelaspiranten gehandelten Graz Giants gewesen sein, denn plötzlich wurde den Tirolern klar, dass in der heurigen Saison mehr als nur eine Austrian Bowl Teilnahme drinnen sein könnte. Mit den Raiders kommt die stärkste Lauf-Offense, rund um den derzeit besten RB der Liga, Florian Grein. Mit Chris Rosier, steht den Gästen ein Receiver mit NFL-Erfahrung zur Verfügung, der die gesamte Vorbereitungszeit 2001 bei den Buffalo Bills mittrainierte und erst in der letzten Runde seinen Hut nehmen musste. In der Defense ist der beinahe NFL-Europe Profi Mario Rinner auf der Position des Inside-LB der Dreh- und Angelpunkt. War die Passverteidigung der Raiders bis vor wenigen Wochen noch ein Schwachpunkt, so steht nun mit Benjamin Ballard ein DB in den Reihen der Freibeuter, der gross und deutlich "Playmaker" neben seinem namen steht hat. Man darf also gespannt sein, wie eine leicht geschwächte Vikings-Offense mit eine immer stärker werdende Raiders Defense zurecht kommt und was sich die violette Defense gegen Grein&Co einfallen lässt.
Stats-Überblick
Die letzten Begnungen (aus Vikings-Sicht)
- AIFL 2003 42-28 (W)
- Eurobowl 2002 49-0 (W)
- Austrian Bowl 2001 24-14 (W)
- Eurobowl 2001 34-33 (W)
- Austrian Bowl 2000 34-28 (W)
Aufgepasst auf..
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Betrachtet man/frau die QB-Stats von Atwood in dieser Saison, wäre eigentlich Verzweiflung auf Seiten der Wikinger angesagt. Doch nicht umsonst heisst der Duke Duke, denn den -5 Passing Yards die der "Michael Vick für Arme" bisher erzielt hat, stehen unglaublich 348 rushing yards (bei nur 23 Versuchen ) gegenüber. Für Sonntag gilt es, die Atlanta Falcons "7er" Jerseys aus dem Kasten zu holen und schon einmal das laute "Duuuuuuuuuuuuke" unter der Dusche zu proben.
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Injury-Report:
probable (25%)
questionable (50%)
doubtful (75%)
- S.Olson (QB) - Arm
out (100%)
- A.Salecic (OL) - Knie
- M.Hirtl (DB) - Knie
Zwar konnten die Wiener vor mehr als 2800 Zuschauern auf der Hohen Warte einen klaren 35:14-Heimsieg erringen, der Weg dorthin gestaltete sich allerdings härter als es so mancher vor dem Spiel vermutet hätte.
So konnten die Raiders durch Touchdowns von Star-Running Back Florian Grein im ersten und zweiten Viertel zwei Mal in Führung gehen. Die ohne Quarterback Shawn Olson (nach seinem Ellenbruch gegen die NFA Monarchs nur als Backup an der Sideline) agierenden Vikings gelang es wiederholt den Ausgleich herzustellen und schließlich eine 21:14-Halbzeitführung herauszuspielen. Die Touchdowns für die derzeitige Nummer eins der EFAF Europarangliste erzielten die Receiver Pasha Asiladab (12 Yard Reception) und Johannes Wiedner (9 Yard und 5 Yard Receptions).
Im dritten Viertel konnte WR Asiladab (bester Vikings-Receiver mit 69 Receiving Yards) mit seinem zweiten Touchdown des Spiels - einer 20 Yard Reception - eine 14-Punkte-Führung für seine Mannschafrt herausspielen.
Die Raiders auf der Gegenseite versuchten nochmals ins Spiel zurückzufinden, scheiterten aber in den entscheidenden Momenten an der Vikings-Defense: So wurde die Tiroler Offense 8 Minuten vor Ende der Partie auf der Vikings 1-Yard-Linie gestoppt. Weiters konnte Vikings-LB Lance Gustafson einen Pass von Geoff Buffum abfangen und den Ball über 38 Yards in die Endzone des Gegners zurücktragen, was den Endstand von 35:14 besiegelte.
Auffallend auf Seiten der Wikinger vor allem Backup-Quarterback Luke Atwood, der Olson zwar nicht vollständig ersetzen konnte, aber mit einer Passbilanz von 14 Completions aus 21 Passversuchen bei 142 Yards und vier Touchdowns und zusätzlichen 133 Rushing Yards zum Mann das Spiels avancierte.
Florian Grein - der Superstar der Tiroler - lieferte zwar abermals eine starke Leistung ab, blieb aber mit 65 Yards aus 14 Laufversuchen deutlich unter den Werten seiner letzten Spiele.
Ein erleichterter Vikings-Präsident Karl Wurm zeigte sich nach dem Spiel hoch zufrieden: "Mit einem halbfitten Lance Gustafson und ohne Shawn Olson sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Tiroler sind ein ausgesprochen starkes Football-Team."
(Text von www.afboe.at)





