Vikings vs. Bergamo Lions
Datum: 15.06.2003
Kickoff: 15:00h
Einlass:
Location: Wien, Hohe Warte
Am Sonntag steht für die Vikings das vielleicht wichtigste Spiel des Jahres auf der Tagesordnung. Nach der Finalteilnahme 2001 und der eindeutigen Semifinal-Niederlage (gegen die Lions) im vergangenen Jahr war vor Saisonbeginn von den Vikings zu hören, dass man sich vorallem auf die österreichische Meisterschaft konzentrieren wolle und den Eurobowl nicht als Primärziel anvisiert. Doch mit Erreichen des Eurobowl-Semifinales dürfte der violette Ehrgeiz wieder erwacht sein und einige Stimmen im und um den Verein glauben sogar dass die Chance, Bergamo zu schlagen, noch nie so gross war wie heuer. Der Schlüssel zum Erfolg führt höchstwahrscheinlich über das Laufspiel. Die Vikings Offense muss versuchen das Laufspiel rund um RB K.McIntosh zu etablieren und über Play-Action Passes den Ball fortzubewegen. Auf Seiten der Defense muss Bergamo gezwungen werden, die Entscheidung über den Pass zu suchen um so das eine oder andere Turnover zu erzielen. Anders und mit den Worten von Otto "Maximal" Baric gesagt "Wenn Mannschaft bringt maximale Leistung, ich gloobe wir gewinnen".
Der Gegner
Mit den Bergamo Lions gibt sich das erflogreichste europäische Footballteam aller Zeiten und Eurobowl-Gewinner der letzten 3 Jahre die Ehre. Obwohl erst zweimal gegeneinander gespielt wurde, verbindet beide Teams bereits jetzt eine besondere Art der "Zuneigung", waren es doch immer wieder die Lions, die den Vikings im Kampf um den Eurobowl-Titel im Weg standen und sich dabei als übermächtig erwiesen hatten. Auch in diesem Jahr haben die Italiener "aufmagaziniert", dass es nur so poscht. Als QB treffen wir mit D.Bucciol auf einen alten Bekannten, der sich auch heuer wieder in einer bestechenden Form befindet (79 att, 1160 yds,23Tds,0 Int). Ihm zur Seite gestellt wurden u.a. RB D.Dinnal (der bereits für die Toronto Argonauts gespielt hat) und FB/DL J.Hopewell (bringt gerade einmal 120kg auf die Waage). Fast noch stärker sieht die Defense der Lions aus, die mit LB M.Mirahmadi (letztes Jahr noch in Köln) auch heuer wieder einen Top-Linebacker aufzuweisen hat.
Die letzten Begnungen (aus Vikings-Sicht)
- Eurobowl (2002-16-06) 14-40 L
- Eurobowl (2001-07-07) 11-28 L
Aufgepasst auf..
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Gerade zum richtigen Zeitpunkt zurückgekehrt ist Thomas Vanicek, der seit 2 Jahren in den USA am College of San Mateo ein Studium absolviert. Als einer der besten österreichischen Linemen ist Thomas die notwendige Verstärkung der Vikings Offense Line, die im Eurobowl-Spiel gegen die vielleicht stärkste Defense Line Europas bestehen muss.
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Injury-Report:
- probable (25%)
- questionable (50%)
- I.Zivko - REC (shoulder)
- A.Michalek - LB (knee)
- doubtful (50%)
- P.Mager - LB (hand)
- M.Zaussinger - DL (knee)
- M.Hammermüller - OL (knee)
- out (100%)
- C.Ruthner - REC (hand)/out for the season)
Dabei hatte das Spiel plangemäß begonnen. Der Favorit aus Italien war mit einem Touchdown mit 6:0 in Führung gegangen. Dann aber drehten die Wiener auf, erzielten zwei Touchdowns und gingen damit mit 14:6 (Halbzeit) in Front. Als Kyle McIntosh im dritten Viertel den nächsten TD für die Wiener fixieren konnte, schien die Vorentscheidung zu Gunsten der Wiener gefallen zu sein. Beim Stand von 20:6 glaubte kaum noch jemand daran, daß Bergamo dem Spiel noch eine Wende geben könnte. Doch es kam anders. Was nun folgte, wird in die heimische Football-Geschichte Einzug finden. 2:02 Minuten vor dem Ende gingen die Gäste wieder in Front (27:20) und glaubten damit schon das Finale in Braunschweig erreicht zu haben. Doch dann geschah das Unfassbare, holte Lance Gustafsson in der wirklich letzten Sekunde den rettenden Touchdown für die Vikings. Da Kicker Kramberger traf, ging es beim Stand von 27:27 in die Overtime. In dieser mußte immer eine Mannschaft vorlegen, einen TD erzielen und die andere nachlegen, so lange, bis es einer Mannschaft nicht gelang, den Ball in die Endzone zu tragen. Die Vikings begannen und gingen durch McIntosh in Führung. Der folgende Kick von Peter Kramberger sollte dann den Football-Traum der Wiener verwirklichen, denn Bergamo schaffte es zwar ebenfalls in die Endzone, konnte seinen Extra-Punkt aber nicht verwerten. Der Ball ging vorbei und die Hohe Warte erbebte in ihren Grundfesten. „Vikings, Vikings!“, hallte es ohrenbetäubend durch das Casino-Stadion. Eine Gänsehaut-Athmosphäre, die man im österreichischen Sport nur allzu selten erleben darf. Die Vikings wehrten sich an diesem Sonntag mit Erfolg gegen das typisch österreichische Schicksal, einen Favoriten zwar über weite Strecken ärgern aber schlußendlich doch nicht besiegen zu können. Eine psychische Meisterleistung mit Vorbildwirkung.
(Text von der sportlive-Seite www.sportlive.at





