Vikings vs. JCL Giants Graz
Datum: 20.07.2002
Kickoff: 00:00h
Einlass:
Location: Wien,Hohe Warte
Letztes Spiel(Cineplexx Blue Devils 49:24 W)
Trotzt sommerlichen Badewetters, vermeintlich schwächeren Gegner und Urlaubszeit fanden 1.800 Vikings Fans den Weg auf die Heilige Warte. Allerdings glaubten sie in den ersten Minuten beim falschen Spiel zu sein. Eine Vikingsmannschaft die nach 4 Wochen Pause wie eingerostet spielte und ein tolles vorarlberger Team machten die Sache im ersten Viertel spannend. Die Devils gingen durch eine Interseption der Wikinger und einer 2 Point Conversion mit 8:0 in Führung. Die Mannen von Head Coach Tom Smythe kamen auf 6:8 heran. Im zweiten Viertel kamen die Wikinger und ganz besonders Ralph Pointner(Mann des Tages mit 3TDs) in Fahrt. Ein weiterer TD von RB Rudi Lehner und das Publikum konnte bei einer 28.8 Führung, genüsslich Hamburger und Hot Dogs verdrücken. Nach der Pause sorgte Pasha Asiladab und zwei Mal Luke Atwood für den Endstand von 49 Punkten für die Vikings. Die Hohenemser steckten in der zweiten Halbzeit gegen die Back Ups der Wikinger nicht auf und konnten ihrerseits noch 2 Mal punkten. So ganz nebenbei brach LB Michael Werosta seinen eigenen Rekord für Sacks in einer Saison aus dem Jahr 1999 (jetzt 11.5) und QB Shawn Olson rückte in den Kategorien Passing Yards (2415) und Passing-TD (30) auf Platz 3 der ewigen Viking Rangliste. Positives gab es von den "jungen Wilden" rund um FS Mario Floredo (der mit dieser Leistung endgültig den "Rookie of the year"-Award für sich gesichert haben dürfte) und WR Pasha Asiladab zu berichten, die wieder einmal ihre Klasse bewiesen und von denen wir uns in den kommenden Jahren noch einiges erwarten dürfen.
Fazit: gegen die Öko Box Graz Giants muß es eine Leistungsexplosion geben um den vierten Titel infolge einzufahren!
Diese Woche
Es ist wieder soweit, das Spiel der Spiele, der absolute Höhepunkt in Football-Österreich, Austrian Bowl XVIII. Für jeden Spieler in Österreich ist es DER Wunsch zumindest einmal im Finale zu stehen. Für die Vikings ist es die 11. Finalteilnahme insgesamt (1986,1988,1991,1994,1995,1996,1998,1999,2000,2001,2002) und die 5. Teilnahme in Folge. Die Statistik spricht für die Vikings konnten 6 von den 11 Austrian Bowls gewonnen werden, jedoch waren alle 5 Austrian Bowl-Niederlagen gegen die Giants aus Graz. Die Vikings blicken auf eine Saison mit gemischen Gefühlen zurück, war doch das nicht ausgesprochene Ziel heuer 3 Titel zu holen. Ein Sieg im Finale würde diesem Jahr ein postiven Abschluss geben. Klar zeichnet sich bei den Vikings ein Generationswechsel ab und für viele "alte" Wikinger dürfte es das letzte Spiel ihre Karriere werden. Dem Spiel gegen die Devils sollte nicht allzu viel Gewicht beigemessen werden, war es doch das erste Spiel der Vikings seit über 4 Wochen. Es ist der Austrian Bowl, die Karten werden (ein letztes Mal für 2002) neu gemischt und die Vikings dürften noch ein As mehr im Ärmel haben als die Giants.
Der Gegner
Was soll man über die Giants noch schreiben ? Das erfolgreichste österreichische Footballteam und der Lieblingsgegner der Vikings hat eine zweijährige Durststrecke, in der junge Spieler an die oberste Leistungsklasse herangebracht wurden, hinter sich gebracht. Mit nur 3 Legionären, DL M.McLAURY,TE I.Gustafson und QB T.Mari bestritt man die heurige Saison und besonders das Duo Mari-Gustafson verbreitete Angst und Schrecken (QB Mari erpasste 4171 yards und 59 TD / TE Gustafson erzielte "lediglich" 32 TD). Verstärkt mit einigen der besten österreichischen Football-Spielern (WR Grassegger, FS Schreiner, LB Kodella und LB Cucek) stellen die Giants einen brandgefährlichen Gegner dar, der durch den Sieg im EFAF-Cup Blut gerochen hat. Spieler-Coach SS M.Daum stappelt tief indem er das Erreichen des Austrian Bowls bereits als Erfolg bezeichnete, doch wer die Grazer kennt, weiss, dass ein 2.Platz für die Giants keine Option ist.
Übrigens: Das knappste Spiel zwischen beiden Teams gab es am 16.April, 1989, als die Grazer die Vikings auf der Schmelz 41-40 besiegten.
Die letzten Begnungen (aus Vikings-Sicht)
- EFAF-Cup 34:41 (L)
- AIFL-Playoff 50:8(W)
- Charity Bowl II 28:13(W)
- AIFL 34:13(W)
- Austrian Bowl XV 37:35(W)
Aufgepasst auf..
Tobias Oberzeller (#27 WR) Nach nur 223 yards und ohne TD, konnte Toby Oberzeller in der 02-Saison (386 yds, 6 TDs) wieder an seine gloreichen Zeiten anknüpfen. Zwar war die letzten Begegnungen nicht unbedingt dazu geeignet, Selbstvertrauen aufzubauen, doch geht es um den Austrian Bowl zählt ein Spieler mit soviel Erfahrung wie Oberzeller doppelt. Und wer kann sich nicht an seinen alles entscheidenden Catch in Austrian Bowl XV erinnern ?
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Injury report
- out (0%)
- LB Phillip Mager (knee - torn ACL)
- OL Christoph Wieshofer (knee)
- DB M.Hirtl
Die Vikings holen in einem hochklassigen Spiel gegen die Ökobox Graz Giants ihren vierten Titel in Folge und den sechsten Titel ihrer Vereinsgeschichte.
Vor dem Spiel war allgemein gezweifelt worden, ob die Vikings nach drei Jahren des Erfolges in der Lage sein würden ein hungriges Grazer Team zu schlagen.
In der ersten Halbzeit beginnen beide Teams stark aufzuspielen und liefern sich einen ausgeglichenen Schlagabtausch. Die Vikings scoren zunächst durch Rudi Lehner, die Grazer antworten mit einem Touchdown auf M. Grassegger. Die Vikings Offense wird anschließend von der starken Giants-Defense an der 30-Yard Linie gestoppt, wobei der zurecht so beliebte "King of Kick", Peter Kramberger, ein 42-yard Fieldgoal erfolgreich verwertet. Der nächste Score lässt nicht lange auf sich warten und die Giants verwandeln einen 1-Yard-Lauf von Nils Hofer und gehen mit 14:10 erstmals in Führung.
Die erste kritische Situation des Spieles. Die Vikings hatten in dieser etwas durchwachsenen Saison immer wieder Probleme gehabt, wenn individuelle Fehler, wie zB Turnovers auftraten. In der Austrian Bowl hatte sich das Team aber darauf vorbereitet, dass ein starkes Grazer Team immer wieder Big Plays machen würde. Zusätzlich machte die Sideline während des ganzen Spiels unglaubliche Stimmung für das Team. Vielleicht erstmals in dieser Saison war man wieder ein homogenes Team. Trotz einiger schwerwiegender Fehler begann man nicht sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, sondern versuchte einfach den nächsten Down besser zu spielen.
Die Antwort der Vikings gibt Luke Atwood, der die Partie seines Lebens spielt und einen Pass über 89 Yards in die Endzone der Giants trägt. Der Extrapoint kann nicht verwertet werden.
Der Halbzeitstand von 16:14 für die Vikings lässt dann eine ebenso spannende zweite Halbzeit erwarten.
Nach der Pause gelingt es den Vikings konzentriert weiterzuspielen und Fehler der ersten Halbzeit auszumärzen (drei Turnovers).
Im dritten Viertel können die Vikings zunächst ein weiteres Fieldgoal verwerten. Luke Atwood wird von Shawn Olson mit einem weiteren Touchdown-Pass bedient. Die Giants antworten mit einem weiteren Touchdown-Lauf durch Nils Hofer. Der Stand nach dem dritten Viertel ist mit 21:26 noch immer nicht eindeutig.
Im vierten Viertel kippt die Partie dann allerdings eindeutig in Richtung der Vikings. Die Vikings Offense startet ein Feuerwerk von 3 unbeantworteten Touchdowns, zweimal Atwood, einmal Lehner.
Die Defense der Vikings nützt die Zwangslage der Giants-Offense, die unbedingt Punkte produzieren muss, und kann zwei Turnovers herausspielen, wobei Jason Hill seine Interception zu einem weiteren Touchdown zurücktragen kann.
Nicht so offensichtlich wie die Vikings-Offense hatte die Vikings Defense einen großartigen Tag. Insbesondere das Backfield konnte die unheimlich starken Receiver der Giants über weite Teile des Spiels kontrollieren. Neben Jason Hill konnten sich dabei insbesondere die Vikings Eigenbauspieler Karl Wurm Jun. und Mario Floredo immer wieder gekonnt in Szene setzen. John Bates hat seine Defense ausgezeichnet eingestellt und bewiesen, dass er nahtlos an die Erfolge seines Vorgängers anschließt.
Die Partie endet somit klar mit 52:21.
Vielen Dank an alle Fans, Organisatoren, Backups, die Medizin-Crew und alle anderen, die sich vielleicht nicht selbst auf dem Spielfeld in Szene konnten, aber trotzdem einen wichtigen Anteil an diesem Sieg hatten. Vier Austrian Bowls in Folge sind nicht das Produkt eines Zufalls, sondern harter Arbeit aller Beteiligten.





